Tierpsychologie

Tierpsychologie ist für die Durchführung einer Behandlung am Tier und insbesondere bei einer homöopathischen Behandlung ein äußerst wichtiger Bestandteil.

Das Wesen, Psyche und Verhalten sind wichtige Grundlagen einer homöopathischen Therapie. Es sollte dem Therapeuten möglich sein, das Verhalten und die Handlungen seiner tierischen Patienten richtig einzuordnen und deren Bedeutung zu erkennen. Nur so ist es möglich zu entscheiden, welche Symptome einwandfrei identifizierbar sind und für die Mittelfindung verwendet werden können.

Verhaltensweisen und Handlungen, die nicht eindeutig zugeordnet werden können, dürfen nicht verwandt werden. Jegliche freie Interpretationen, Vermutungen oder gar Vermenschlichungen von Verhaltensweisen, die auf keinerlei tierpsychologischen Grundlagen und Kenntnissen beruhen, führen zwangsläufig zur Wahl eines nicht stimmigen Mittels.

Auch körperliche Symptome sind ohne eine gute Kenntnis der Tierart und des tierspezifischen Verhaltens nicht genau einzuordnen und werden oft vorschnell als Unart abgetan, obwohl sich dahinter vielleicht eine schwere Erkrankung verbirgt. Dies gilt zum Beispiel in hohem Maße für Aggressivität. In einem solchen Fall wird sehr häufig eine falsche Erziehung oder ein dominantes Wesen des Tieres unterstellt, und viel zu spät oder gar nicht erkannt, dass ein schwerer körperlicher Schaden der Auslöser für die aggressiven Handlungen ist. Auch Unreinheit des Tieres wie Absatz von Urin oder Kot innerhalb des Wohnbereiches führen sehr häufig zu Fehlinterpretationen wie: Markierungsverhalten, Protestverhalten, Sturheit, Bosheit etc. Ebenso gilt dies für übermäßiges lecken, beißen oder kratzen von einzelnen Körperstellen, solche, teilweise mit schweren Selbstverstümmelungen einhergehende Handlungen, werden sehr oft als Verhaltensstörung abgetan.

Es muss genau ergründet werden wodurch Verhaltensweisen hervorgerufen werden, um früh genug zu erkennen, ob das Tier unter einer Erkrankung leidet oder tatsächlich in die Obhut eines Verhaltenstherapeuten gehört. Diese Selektion ist allerdings nur möglich, wenn die erforderlichen Kenntnisse vorhanden sind und eine exakte Diagnose gestellt werden kann. In manchen Fällen bewahren diese Fachkenntnisse ein Tier und seine menschlichen Partner vor der schweren Entscheidungen einer Abgabe in ein Tierheim. Wenn der Hintergrund einer Aggression zum Beispiel starke Schmerzen sind, wird Ihr Tier nach einer entsprechenden Therapie wieder zu seinem normalen Wesen zurückkehren.



Was geht ihm wohl jetzt gerade durch den Kopf?


Ist das noch Spiel oder wird es ernst?



Gedankenverloren?